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Moritz Döllgast bei WM im Einsatz

Bei den OL-Weltmeisterschaften (WOC) vom 30.06.-7.07.17 in Estland durfte mit Moritz Döllgast (TV Oberbexbach) zum ersten Mal ein Saarländer die deutschen Farben im Elitebereich vertreten. Auf der Langdistanz erreichte Moritz einen tollen 36. Platz, mit der Herrenstaffel lief er auf Rang 17. Nun nahm er sich Zeit, für OLiS auf die ereignisreiche Woche zurückzublicken.


Moritz kämpft auf der Langdistanz

Kartenübergabe

Das Herrenteam der Staffel: Bjarne, Moritz und Felix

Tolle Atmosphäre im Zieleinlauf!

OLiS: Hallo Moritz, letzte Woche bist du deine erste WM im Erwachsenenbereich gelaufen. Gratulation zu deinen Ergebnissen! Als langjähriges Mitglied des Nationalteams hattest du in deiner Jugend- und Juniorenzeit schon viele Einsätze im Nationaltrikot. Was ist anders im Elitebereich?

Dadurch, dass man nur für zwei bis drei Wettkämpfe nominiert ist, und nicht für das komplette WM-Programm, hat man vor Ort mehr Zeit für Regeneration und spezifische Vorbereitung. Dafür muss die Leistung dann aber auch auf den Punkt abgerufen werden.

Die Stimmung ist auch eine andere. Die Läufer sind fokussierter, das Team ist kleiner. In den Arenen sind mehr Zuschauer und auch die Medienpräsenz ist überall spürbar. Das pusht im Wettkampf sehr, aber erhöht auch den Druck ein wenig.

OLiS: Nach guten Leistungen bei den Sichtungswettkämpfen wurdest du für Langstrecke und Staffel nominiert. Hattest du im Vorfeld mit diesen Einsätzen gerechnet?

Ich hatte eigentlich gar nicht mit einer Teilnahme an der WM gerechnet. Durch viele verletzungsbedingte Ausfälle wurde meine Nominierung dann immer wahrscheinlicher und nach guten Vorbereitungstrainingslagern fühlte ich mich für die estnische Wildnis gewappnet. Dass ich Langdistanz laufen durfte, liegt wohl daran, dass dort kleine O-technische Fehler nicht so sehr bestraft werden und man durch eine kämpferische Einstellung viel rausholen kann.

OLiS: Was hast du dir selbst für deine Wettkämpfe vorgenommen und wie hast du dich vorbereitet?

Mein Ziel war es, technisch saubere Läufe zu laufen, auch wenn ich dafür das Tempo drosseln musste. Eine Platzierung in der ersten Hälfte habe ich als realistisch eingeschätzt. Da ich die Grundlage im Winter hauptsächlich auf dem Crosstrainer gelegt habe, fehlten mir ein paar harte, lange Einheiten über zwei Stunden. Aber ich war oft in Estland in relevantem Gelände und habe mir auch in Dresden eine typische Laufrunde mit vielen Sümpfen gesucht.

OLiS: Aufmerksame Leser deines Trainingstagebuches wissen, dass du trotz der herausragenden Einzelplatzierung und einer soliden Staffelleistung nicht zu 100% zufrieden warst. Welche Schlüsse hast du für dich gezogen?

Diese WM war sehr lehrreich für mich. Ich weiß jetzt, was mich in Zukunft erwartet und wie ich mich besser darauf vorbereiten kann. Vor allem möchte ich an den Abläufen im Wettkampf arbeiten und mich mental besser darauf einstellen. Da bin ich dieses Jahr oft zu unüberlegt losgelaufen und hatte Glück, dass keine großen Fehler passiert sind.

OLiS: Sicher verfolgst du auch gerade die Junioren-WM. Was rätst du deinen jungen Kollegen, wenn sie den Sprung in den Elitebereich schaffen wollen?

Es ist wichtig, dass man sich und seine Leistung zunächst an den gleichaltrigen Aufsteigern misst und nicht gleich aufgibt, wenn die älteren einem davonrennen. Man wächst an seinen Aufgaben und mit der Zeit immer mehr in den Elitebereich hinein. Ich würde sagen, ich bin jetzt erst so richtig dort angekommen.

 

(Bilder: Jan Kocbach und Fred Härtelt)

 

Links:

Homepage WOC 2017 Tartu

Bericht Langdistanz ol.de

Bericht Staffel ol.de

Autor: Nina und Moritz Döllgast
Eingestellt am: 12.07.2017