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O-Camp 2017: zu Gast im französischen Jura

Nachdem im letzten Sommer schon Tschechien unsicher gemacht wurde, traf sich die Gruppe „Saarland, Rheinhessen & Friends“ dieses Jahr erneut im Ausland. Mit dem französischen Jura hatten die Planer eine o-technisch sehr reizvolle Gegend ausgewählt. Insgesamt 33 Teilnehmer genossen die Trainings nahe der schweizerischen Grenze.


erstes Training

und erste Dehnrunde

auf dem Weg zum Relocation-OL mit Ausblick auf La Dôle

am Gipfel angekommen

Kartenausschnitt des Höhenlinien-OLs

Fäuste hoch!

Vom 5.-13. August bewohnten wir den Campingplatz „Le Baptaillard“ bei Longchaumois, den wir am Samstagnachmittag nach teilweise längerer Fahrt nach und nach erreichten. Schnell war unsere kleine Zeltstadt aufgebaut, in der wir für die nächsten acht Tage untergebracht waren. Das erste gemeinsame Training führte uns am Sonntagvormittag bei herrlicher Sonne in die Nähe von Morez. Bei einem Postensetzspiel machten wir unsere ersten Erfahrungen im Gelände – genaues Kartelesen war gefragt, damit der Partner die selbst gesetzten Posten auch wiederfinden kann. Nachmittags gab es bei Morbier ein Downhill-Training mit abwechselnd langen und kurzen Postenverbindungen im offenen Wald, um die Tempoanpassung zu trainieren. Steinige Passagen, kleine, zugewachsene Wege, detailliertes Relief und Kühe auf Bergwiesen erinnerten sehr an slowenische Karstgelände. Dazwischen galt es, die typischen Juramauern nicht zu übersehen.

Richtig anspruchsvoll wurde es dann montags beim Partner-Relocation-OL, bei dem man sich an jedem zweiten Posten wieder einlesen musste, um selbst die richtige Richtung einzuschlagen. Vom Startpunkt hatte man einen guten Blick auf La Dôle, den 1677 m hohen Berg kurz hinter der Grenze zur Schweiz, mit der charakteristischen Radarstation. Nach dem Pique nique im Schatten war als nächstes der Aufstieg auf La Dôle auf dem Programm. Die Wanderung in der prallen Sonne zehrte an den Kräften, allerdings war der Ausblick auf den Genfer See bis zum Mont Blanc eine schöne Belohnung. Die angegebene Aufstiegszeit wurde von uns um Welten unterboten, erst Recht von Bjarne und Moritz, die den Gipfel im Laufschritt erklommen. Willkommen war der kurze Abstecher danach zum Lac des Rousses.

Beim Abendessen zog sich der Himmel leider immer weiter zu und nachts wurden wir von schweren Gewittern heimgesucht. Da es am nächsten Morgen nicht besser wurde, verschoben wir unsere geplanten Einheiten und vertrieben uns die Zeit mit Spielen. Als der Regen etwas nachließ trauten wir uns nach Longchaumois zum Multitechnik-OL, den wir dann aufgrund von neuen Gewittern leider abbrechen mussten. Abends zur „Vereinfachen“-Einheit mit selbst gezeichneter Karte bescherten uns die ersten und letzten Sonnenstrahlen des Tages ein einzigartiges Naturerlebnis. Zum Glück hielt das bessere Wetter auch am Ruhetag, an dem wir das Fort des Rousses erkundeten. Nachmittags begannen dann dort auch die Dreharbeiten für unser O-Camp-Filmprojekt. Unsere Staffelstarts und den Isohypsen-OL bei Lamoura überstanden wir auch bei recht gutem Wetter, zur Mitteldistanz am Freitag erwischten wir aber leider wieder das Longchaumois-Wetter. Kompliment, dass trotzdem alle mitgelaufen sind und sich der nassen Kälte widersetzt haben! Umso mehr freuten wir uns über die Sonne zur letzten offiziellen Einheit, der Abschlussstaffel in La Darbella. Auf jeder der acht Schlaufen wurde bis zum Schluss hart gekämpft, um die letzten Reserven aus sich rauszuholen. Während ein Teil der Gruppe sich dann nachmittags auf den Heimweg machte, liefen die verbliebenen Verrückten noch ein Extratraining in Longchaumois und erlebten das Gelände endlich von seiner schönsten Seite. 

Auch wenn wir teilweise echt Pech mit dem Wetter hatten, so schienen doch alle begeistert von ihren Erlebnissen zu sein. Moritz, der sich als Ex-Franzose noch sehr gut an sein Jahr im Jura erinnern kann, hatte also nicht zu viel versprochen. Wenn alle mit anpacken, kann man auch die schlimmsten Bedingungen gut überstehen. Beim Camping bleibt zwar manches ein wenig auf der Strecke, wie zum Beispiel die Trainingsauswertung mit Beamer, aber dafür ist in den acht Tagen ein richtiges Team zusammengewachsen. Das zeigte sich nicht nur beim Filmdreh, sondern auch bei der Beteiligung am Kochen und im Kraftkreis, dem gemeinsamen Frisbee-vom-Baum-fischen, dem Zeitungsschlagen oder einigen Mölkky-Runden auf der Wiese. 

Fazit: Trainingslager im Ausland sind toll, Trainingslager im Ausland mit Freunden umso mehr! Die Planungen für nächstes Jahr laufen schon...

 

(Bilder: Döllgast, Wersin)

 

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Autor: N. Döllgast
Eingestellt am: 28.08.2017