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Tri-O-lon - Was ist denn das?

Da nicht nur OL meine Leidenschaft ist, sondern ich auch regelmäßig zum Schwimmtraining gehe und fast jeden Tag Rad fahre, habe ich am Sonntag, dem 17.6.18, meinen ersten Triathlon mitgemacht. Nach 3 OL-Wettkämpfen innerhalb von 24 Stunden bei der Saar-Challenge zuvor war das ganz schön anstrengend, aber doch cool und unter 18 „richtigen“ Triathletinnen bin ich immerhin Dritte geworden.


eine der anzuschwimmenden Bojen

Ausschnitt der MTBO-Bahn

Ich wünschte mir, so etwas gäbe es auch in der Kombination OL & Triathlon. Zufällig habe ich am gleichen Wochenende erfahren, dass es das schon gibt und am kommenden Wochenende, also am 23.6.18, ein sogenannter „Tri-O-lon“ in Berlin stattfinden sollte. Diese Idee fanden meine Mutter und ich so toll, dass wir kurzfristig beschlossen uns nachzumelden. Nach einer sehr langen Fahrt mit Zwischenstopp in Thüringen waren wir endlich dort angekommen. Die erste Hürde war das Finden des WKZ, die wir gemeinsam mit anderen Wettkämpfern meisterten. Den See zum Schwimmen kannte ich schon vom JJLVK.

In der Wechselarena stellten wir unsere Fahrräder und sonstige Dinge, die man während des Wettkampfes benötigt, bereit. Danach ging es mit dem Schwimmen los. Alle starteten zusammen als Massenstart. Man bekam eine kleine, einlaminierte Karte um das Handgelenk gebunden und „10, 9, 8, 7, … 1, los“ hieß es. Alle stürmten ins Wasser und mussten zuerst zum Startdreieck schwimmen. Von da aus war man auf sich alleine gestellt und musste sich selber zurecht finden. Die auf der Karte eingezeichneten Posten waren in Wirklichkeit rote Bojen mit SI-Stationen darauf. Davon gab es einige sehr dicht beieinander im Wasser. Wenn man die Karte ein bisschen falsch gedreht hatte, was ohne Kompass sehr schnell ging, konnte man schnell zur falschen Boje schwimmen. Mir ist das zum Glück nicht passiert. Das Ganze war nicht so einfach und auch ganz anders als das Schwimmen beim Triathlon, hat aber trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Nachdem ich meine Schwimmstrecke absolviert hatte, rannte ich durch den Morast aus dem Wasser. Nach gefühlt ewig langem Umziehen und Karte nehmen, schwang ich mich aufs Fahrrad und begann meinen ersten Mountainbike-OL. Die sandigen Wege hoch und runter fahren war nicht gerade einfach, sodass ich zum Teil auch kleine Stücke schieben musste. Zu guter Letzt ging es noch auf eine ganz normale OL Strecke, so wie auch wir sie kennen. Das war dann wieder wie gewohnt, nur dass die Beine schon etwas schwer waren. Nach 91 Minuten und insgesamt 9,1km kam ich glücklich im Ziel an. Nach der Siegerehrung, bei der ich als Einzige und damit Erstplatzierte der Kinderklasse vorgerufen wurde, machten wir uns auf die laaaaange Rückfahrt. Eigentlich schade, dass sonst keine Kinder bis 12 Jahre mitgemacht haben, denn das ist wirklich mal ein tolles Erlebnis gewesen. Ich freue mich schon auf den nächsten Tri-O-lon!

 

Link:

Homepage Tri-O-lon

Autor: Anne Kästner
Eingestellt am: 02.07.2018