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Sonne, Sommer, O-Camping

Während für einige Bundesländer die Sommerferien gerade erst begonnen hatten, mussten die saarländischen Schüler sich schon Anfang August wieder an den Schulalltag gewöhnen. Um das Sommer- und Urlaubsgefühl noch ein wenig zu verlängern, organisierten wir daher vom 17. bis 19. August in Kirkel ein Trainings-/Campingwochenende für Kinder und Jugendliche. Erfreulich groß war die Resonanz. Über 30 OLer waren aktiv dabei, manche nur an einem Tag. Aber so nah an zu Hause trauten sich auch einige unserer Jüngsten ein Wochenende in Zelt und Wald zu und lernten in den 3 Tagen die saarländische OL-Familie kennen.


offizielles Logo der Veranstaltung

Start zum Postensetzspiel...

...und die letzte Ansage vor dem nächsten Training

Der Kompasskuchen

gemeinsames Stabitraining

Das große Team mit Neuzugängen

Es hatte im Gegensatz zu Restdeutschland im Saarland zwischendurch immer mal wieder ein wenig geregnet, so dass es keine Probleme mit der Waldnutzung wegen Waldbrandgefahr gab. Die angesagte Gewitterfront für Freitagnachmittag verzog sich sehr glimpflich und hinterließ gerade mal 4 Regentropfen. Einem schönen Wochenende in - für unsere Verhältnisse - großer Runde stand also nichts mehr im Wege. Nachdem die kleine Zeltstadt am Pfälzerwald-Haus in Kirkel in Windeseile aufgebaut war, starteten die Läufer zwischen 7 und 17 Jahren zur ersten Trainingseinheit in den direkt angrenzenden „Prachtwald“. In vier verschiedenen Niveaustufen galt es bei einem Linien-OL einen ersten Eindruck von der Karte und dem Gelände zu bekommen. Nach Duschen und Abendessen halfen kleine Kennenlernspiele, die Gruppe zusammenzuführen.

 

Um die Bahnlegung für das gesamte Wochenende hatte sich hauptverantwortlich Lucas Imbsweiler gekümmert und dabei für alle Niveaustufen passende Herausforderungen gefunden. Wie auch im wöchentlichen Vereinstraining waren die leistungsstärksten Jugendlichen Lisa und Lucas teilweise in die Organisation und Betreuung mit eingebunden, ohne dabei jedoch auf ihre eigenen Trainingseinheiten verzichten zu müssen. So lernen unsere Jugendlichen frühzeitig, Verantwortung zu übernehmen und profitieren selbst, wenn sie anderen ihre Orientierungstechniken erläutern und diese somit reflektieren.

 

Der Samstagmorgen startete bereits um 7 Uhr mit einer von Lisa initiierten Frühsporteinheit. Am Vormittag stand ein Postensetzspiel in einem Gebiet der „Prachtwaldkarte“ auf dem Programm, das von einer Fülle von Bombentrichtern und Mulden geprägt ist. Postensetzen und -holen ist immer wieder ein beliebtes Training, bei dem so mancher feststellt, dass es gar nicht so leicht ist, den korrekten Postenstandort zu finden. Nach einem Mittagspicknick am Zeltplatz, an dessen Ende Judiths „Daumenkompass“-Kuchenkreation zelebriert wurde, blieb ein wenig Freizeit, die für Ballspiele, Wikingerschach oder auch Hausaufgaben genutzt wurde. 

 

An die darauf folgende halbstündige Trainingseinheit zur Rumpfmuskelstärkung mit Anja erinnerte sich so mancher noch Tage danach, spürte er/sie doch Muskeln an Körperstellen, wo man bisher gar keine vermutet hatte. 

 

Guter Laune und rundum „gestärkt“ wanderte die Gruppe zum benachbarten Wald „Hoher Kopf“, der nur wenige Kilometer entfernt auf der anderen Seite der Kirkeler Burg mit tollen Felsformationen aufwartet. Ein „geführter OL“ stand auf dem Plan, wobei jeweils 2-3 Läufer von einem erfahreneren Läufer über die Strecke gelotst wurde. Während des Laufens wurde erläutert, welche Route weshalb gewählt wurde, an welchen Geländeformen man sich orientiert, welchen Absprungpunkt man wählt usw. . Nicht nur der vielen Höhenmeter und der Temperaturen wegen eine kräftezehrende Trainingseinheit. So war die Begeisterung groß, als direkt vom Wald aus das nahegelegene Naturfreibad aufgesucht wurde. Die Badesachen hatten wir vorsorglich in einem Auto vor Ort gebracht. 

 

Müde, erfrischt und sehr hungrig wurde das Abendessen von allen heiß ersehnt. Keine einzige Nudel blieb am Ende übrig, hungrig ins Bett ist allerdings niemand gegangen. Auf das Lagerfeuer mussten wir in Hinsicht auf die dennoch bestehende Waldbrandgefahr verzichten, den Abend verbrachten wir trotzdem in geselliger Runde bei Spielen, reden und ganz ohne Handys :-)

 

Nach einer weiteren Zeltnacht mobilisierten auch unsere schon sichtbar müden jüngsten Läufer nochmal die letzten Kräfte für ein Staffelstarttraining. In 3-4 Abschnitten mit jeweils erneutem „Massenstart“ zu je 7-8 Läufern galt es bei möglichst hohem Lauftempo mit dem Gegnerkontakt gut klarzukommen und die Posten sauber anzulaufen. Auch hier hatte der Wald nicht nur viele kleine Details sondern auch reichlich Höhenmeter zu bieten. Die Kinder und Jugendlichen schenkten sich dabei gar nichts, blieben bis zum Schluss mit Feuereifer dabei und sollten somit gut gerüstet sein für die nun anstehenden Bundestermine.

 

Trainingseifer und Zusammenhalt des Nachwuchses begeisterte alle Betreuer. Das intensive, sonnige und harmonische Wochenende erfüllte somit ganz die Erwartungen, die Initiatorin Anja ursprünglich daran hatte. Und es ruft nach Wiederholung. Auch 2019 wird das Saarland wieder sehr zeitig in die Sommerferien starten…

 

(Bilder: Döllgast)

 

weitere Fotos

Autor: Anja Kästner
Eingestellt am: 28.08.2018