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Das ist OL!

„Natursport Orientierungslauf“ — oder kurz „OL“ — wie geht das?  Ganz einfach: Mit Hilfe von Karte und Kompass eine Reihe von Kontrollpunkten anlaufen, die im Gelände mit orange-weißen Markierungen versehen sind.  Nur die Punkte sind auf der Karte vorgegeben, das ist die „Bahn”, seinen besten Weg von Punkt zu Punkt muss man sich anhand der Karte selbst wählen.  Wer das am schnellsten schafft, hat gewonnen.   Wer nur genießen will, wandert eben.  Jeder Lauf hat eine neuen Bahn, abwechselungsreich ist es auf jeden Fall — Laufen mit Köpfchen und immer ein kleines Abenteuer!

Ein Sport für alle, die gern im Freien und in der Natur unterwegs sind.  Wirklich für alle: Leistungs- und Freizeitsportler jeden Alters können ihn gleichzeitig ausüben, jeder auf seinem Niveau. Und ein idealer Familiensport: Anfangen kann man, sobald man sicher auf zwei Beinen unterwegs ist und an Papas oder Mamas Hand beim Kinder-OL die Welt entdeckt.  Ab dem Schüleralter geht es, sofern man es sich zutraut, alleine auf altersgemäße Bahnen, die übers Jugend- bis zum Erwachsenenalter physisch und technisch anspruchsvoller werden. Im Alter werden die Bahnen dann wieder kürzer, die technische Schwierigkeit bleibt hoch — der Kopf bleibt fit, auch wenn die Beine langsamer werden.

Das klassische OL-Gelände ist der Wald.  Hier ist das Abenteuer-Gefühl am größten, es gibt ja auch kaum Zuschauer.  Seit einigen Jahren gibt es ein wachsendes OL-Angebot im urbanen Gelände, also in Siedlungsgebieten und Parks, ja sogar in Innenstädten.  Hier ist es für Einsteiger wegen der vertrauten Umgebung einfacher, den Gebrauch von Karte und Kompass zu erlernen.  Urbaner OL ist aber genauso fordernd wie Wald-OL, denn die bessere Belaufbarkeit des urbanen Raums führt zu höherem Lauftempo.

OL wird in mehreren Disziplinen betrieben.  Den Einzellauf gibt es mit unterschiedlichen Bahnlängen, vom Sprint-OL mit Siegerzeiten unter 20 Minuten bis zum Ultra-Lang-OL, der bei Siegerzeiten von deutlich über zwei Stunden in der Hauptklasse einer Marathon-Belastung entspricht.  Dazwischen stehen Mitteldistanz-OL und der klassische Langdistanz-OL.  Diese Disziplinen unterscheiden sich nicht nur in ihren Längen, sondern auch in ihren Orientierungsaufgaben:  Bei den längeren Formaten steht die Routenwahl im Vordergrund, bei den kürzeren die Feinorientierung im Postenraum. Daneben gibt es auch Teamwettbewerbe, entweder als Staffel-OL, beim dem die Teilnehmer ihre Aufgaben nacheinander bewältigen, oder als Mannschafts-OL, bei dem sie gleichzeitig unterwegs sind.  In allen diesen Disziplinen gibt es nationale, europäische und Welt-Meisterschaften.  In Deutschland veranstalten die Landesverbände auch Landesmeisterschaften in einzelnen Disziplinen. 

OL-Wettkämpfe werden fast überall auf der Welt angeboten, was eine enorme Vielfalt an Naturräumen erlebbar macht.  Schwerpunkt ist Europa, wo der „schönste Laufsport der Welt” vor rund einhundert Jahren erfunden wurde.  In Europa gibt es bereits eine solche Vielfalt an Geländetypen, dass es für ein OLer-Leben reichen kann.  Das Spektrum reicht von lokalen Wettkämpfen mit unter 100 Teilnehmern bis zu Mehr-Tage-Veranstaltungen mit über 1000 oder auch über 10000 Teilnehmern aus aller Welt.  Allen gemeinsam ist die familiäre Atmosphäre und die faire Konkurrenz.  

Noch mehr Informationen gibt es auf der Seite im deutschen Orientierungslauf-Portal.  Wer es ganz genau wissen möchte, findet im deutschsprachigen OL-Wiki zu vielen Stichwörtern ausführliche Erläuterungen.