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Endlich wieder Wettkämpfe!

Mit dem OOcup in Frankreich rund um Nantua stand für die Saarländischen Orientierungsläufer der erste Wettkampf für dieses Jahr an, da aufgrund von Covid-19 alle vorher geplanten Veranstaltungen abgesagt werden mussten. Deshalb war auch die Vorfreude auf den Wettkampf besonders groß. Und wir wurden nicht enttäuscht: Nicht nur die interessanten Gelände, sondern auch die Ergebnisse können sich sehen lassen!


5-Tage-OL - ein Spaß für die ganze Familie!

Mit Badepausen, ...

Teamwork, ...

herausragendem Teamgeist, ...

coolen Geländen...

und tollen Ergebnissen!

Einige saarländische OLer (davon neun von der TV Oberbexbach sowie Familie Wirth und Holger Kohr vom TV Beaumarais) machten sich auf den Weg ins Jura zum 5-Tage-OL. Wir TVOler kamen nach einer angenehmen 5-stündigen Autofahrt in unserer Unterkunft, einer umgebauten alten Mühle, an und hatten den restlichen Tag zum Vorbereiten und Kräfte sammeln für die darauffolgenden Wettkämpfe. Uns standen fünf Läufe mit anspruchsvollen Strecken in verschiedenen Geländen bevor, die jedoch alle viele Steine und ein stark ausgeprägtes Relief mit unglaublich vielen Höhendetails hatten. Da wir dies aus Deutschland in der Art nicht kennen, sind wir sowohl mit Freude, als auch Ehrfurcht in die Wettkämpfe gestartet.

Der erste Wettkampf fand etwas weiter entfernt von unserer Unterkunft statt. So mussten wir ungefähr eine Stunde fahren, aber es ging schon da durch eine wunderschöne Berglandschaft mit vielen kleinen Dörfern zwischendurch. Direkt zum Start mussten wir 175 Höhenmeter hoch. Und auch beim Wettkampf blieben uns die Höhenmeter nicht erspart. Es ging teils oberhalb der Baumgrenze entlang, sodass alle am Anfang durch eine sehr schöne Wiesenlandschaft liefen, die allen gut gefallen hat und in der sich die Meisten auch gut zurechtfanden. So gelang es einigen direkt am ersten Tag ganz vorne mitzulaufen, Lucas Imbsweiler (M18) gewann seine Altersklasse, Jacob Britz (M21 AK) sicherte sich den 3. Platz, Lisa Kästner (W18) erreichte Platz 5 und auch alle anderen konnten mit sich sehr zufrieden sein.

Abends nach dem gemeinsamen Kochen durfte auch eine Dehneinheit nicht fehlen: für manche war es eine schöne Entspannung, andere sahen es eher als Verrenkung. Spaß hatten aber alle.

Für den zweiten und dritten Tag war zwar das gleiche Wettkampfzentrum vorgesehen, jedoch war das Gelände trotzdem unterschiedlich. So ging es zuerst durch einen durch viele kleine Höhen geprägten Wald, der zudem häufig durch Fällarbeiten schlecht zu belaufen war. Und so ließen auch die Fehler nicht lange auf sich warten und man freute sich umso mehr, wenn man Posten direkt gefunden hatte. Dennoch fand jeder all seine Posten, besonders gut gelang dies Lucas Imbsweiler (M18) und Holger Kohr (M35) jeweils mit dem 2. Platz sowie Anne Kästner (W14) mit Platz 4.

Anschließend kam gleich noch eine Sporteinheit, diesmal aber Schwimmen. Wir fuhren an einen nahe gelegen See und konnten uns dort alle bei dem sehr heißen Wetter abkühlen.

Am dritten Tag ging es weiter mit einem sehr steilen Gelände. Es gab im Gegensatz zum Vortag mehrere größere Berge und einige Täler, die viele Höhenmeter für den Lauf hießen. Zudem gab es sehr viele Mini-Lichtungen. Am Ende der Strecke konnte man auch Teile vom Vortag wiedererkennen, sodass auch an diesem Tag jeder sicher und mit allen Posten wieder ins Ziel kam. Nur Lucas konnte leider verletzungsbedingt nicht starten und fiel damit trotz aussichtsreicher Führung aus der Gesamtwertung.

Die vierte Etappe war als die schwerste der 5 angegeben, sodass wir mit etwas mehr Vorsicht in den Lauf gestartet sind. Dadurch ist man zwar etwas langsamer gelaufen, konnte dafür aber sicherer orientieren und Fehler ganz vermeiden oder sehr klein halten. So empfanden wir es gar nicht mehr so schwierig. Für die Meisten ging es zudem in steile Steingebiete, wo es kaum möglich war, mehr als schwarz und braun auf der Karte zu erkennen. Doch auch diese Parts wurden souverän, wenn auch mit teils eingeschränkter Sicht durch Nebel und Wolken, gemeistert. Auch an diesem Abend wurde ein letztes Mal für diese Woche gemeinsam gekocht und gespielt.

Und schon kam auch der letzte Tag und damit der letzte Lauf. Nach einem wieder recht langen und bergigen Weg zum Start ging es auf die Strecken. Der Wald war diesmal den uns bekannten deutschen Wäldern am ähnlichsten. Daher war dies auch für uns ein vergleichsweise einfaches Gelände. Für manche ging es viel über Wiesen, andere liefen um sie herum und suchten ihre Posten im Wald. Letztendlich gewann Lucas Imbsweiler ein weiteres Mal die M18, Anne Kästner (W14) belegte den 2. Platz und konnte sich damit zusätzlich den Gesamtsieg der 5 Läufe sichern!

Die weiteren Saarländischen Top10-Platzierungen in der Gesamtwertung:

Jonathan Wirth (2. M10-Shadowed), Holger Kohr (4. M35), Jacob Britz (6. M21A Short), Lisa Kästner (6. W18), Moritz Torgau (6. M21A Long), Evelyn Wirth (6. Open C), Nina Döllgast (9. W21E)

Anschließend ging es noch einmal zum See, um frisch gebadet und abgekühlt die Heimreise zurück ins Saarland anzutreten. Ein großes Dankeschön geht auch an die Veranstalter, die diesen wunderschönen Wettkampf trotz Covid-19 auf die Beine gestellt haben.

(Bilder: Anne Kästner & Nina Döllgast)

Links:

Homepage OOcup

Ergebnisse (Gesamtwertung)

Artikel STB

Autor: Anne Kästner
Eingestellt am: 23.08.2020