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Landeskader: Auftakt 2022 bei schönstem Frühlingswetter

Nach einer Pause im Jahr 2021 startete am letzten Wochenende wieder ein Landeskader-Trainingswochenende in Saarbrücken. 16 Kinder, Jugendliche und jung gebliebene waren dabei und haben nicht nur den Körper, sondern auch den Geist trainiert und wie genau möchte ich nun weiter ausführen.


Kartenausschnitt des Handicap-OLs

voller Einsatz beim 50-Aufgaben-Spiel

Theorie gehörte auch dazu, wie hier beim Vortrag von Lucas

Spieleabend mit dem ganzen Team

Team 2022

Nach dem Einchecken begann auch schon um 16:30 Uhr das erste Training. Neben dem Tierpark in Saarbrücken war der Start und der Lauf in dem Gebiet um diesen herum. Vier Gruppen aus zwei bis vier Läufern traten zu Handicap-OLs an. Bei dieser Art von Lauf ist die Besonderheit, dass jeder in der Gruppe dieselbe Strecke läuft und der erste am Postenobjekt warten muss, bis alle am Postenobjekt waren, bevor er loslaufen darf. Hier kann man es natürlich auch für den ein oder anderen Läufer schwerer machen. Besonders bei denen, die, obwohl sie erst nach allen anderen loslaufen, schon wieder als erster am nächsten Posten sind, kann man das „Handicap“ einsetzten, welches sich zum Beispiel darin widerspiegelt, dass man 15 Sekunden warten muss.
Bei diesem Training sind besonders der Gegnerkontakt und die unterschiedliche Routenwahl interessant. Welcher Weg ist schneller? Über den Weg auf gleicher Höhe ums Tal oder doch lieber durchs Tal durch? Und dann ist man am Ende vielleicht doch als erster in der Nähe, doch der Nachfolgende ist schneller am Objekt. All diese Faktoren haben zu einer spaßigen Trainingseinheit geführt.

Nach dem Abendessen war dann noch die erste Theorieeinheit. Das OL-Jahr 2022 wurde durchgesprochen und man hat einen Ausblick auf die Aktionen bekommen, die im Laufe des Jahres stattfinden werden. 
Der Abend endete dann mit dem 50-Aufgaben-Spiel, bei dem man durch das Finden von Zetteln und das Lösen von Aufgaben möglichst schnell über einen 50 Felder langen Spielplan ziehen musste. Die dabei entstandenen Videos zum Beispiel wie Tiere nachgeahmt wurden oder Macarena getanzt, geben im Übrigen perfektes Erpressungsmaterial ab, doch der Spaß, den man dabei hatte, war es alle Male wert.

Der nächste Tag begann dann mit einer Theorieeinheit, in der verschiedene Strategien zum Vorplanen vorgestellt wurden, die man direkt im darauffolgenden Training umsetzen konnte: Eine „Schleppstaffel“, bei der man zu zweit im Team läuft und immer einer einen Posten setzt und der andere dann diesen Posten einholt und dann wieder weitersetzt, während der Partner selbiges tut. Dann gab es auch schon Mittagessen.

Um 14 Uhr ging es dann mit der zweiten Theorieeinheit weiter. Hier teilte sich nun die Gruppe auf: Die unteren Altersklassen versuchten Höhenprofile zu erkennen und stellten diese selbst mit Knete dar, während die älteren bei einem Memotraining eine Karte gezeigt bekamen und sich die Objekte von der Karte übertragen mussten, die sie zum Orientieren am sinnvollsten fanden. Das war eine gute Ergänzung zur ersten Theorieeinheit, in der das Vereinfachen von Strecken als wichtiges Vorplan-Element vorgestellt wurde.
Memo-Training stand danach auch noch auf dem Plan. Während der eine Teil der Gruppe ein Athletik-Training durchführte, bei dem man Punkte in einem 6x6 Raster anlief, lief der andere Teil 10 Stadionrunden und musste in jeder Runde eine Aufgabe anhand einer Karte absolvieren, wie Höhenlinien Zählen oder Route Planen oder Zeichnen. Und durch das wirklich tolle Wetter, das das ganze Wochenende blieb, konnte das Training draußen stattfinden und musste nicht in die Halle verlegt werden.

Der Samstag endete noch mit einem Nachtsprint, für die jüngsten Teilnehmer sogar der erste Nachtlauf in der OL-Laufbahn. Doch alle haben den Lauf gut gemeistert den Teamgeist bei Keksen, Gummibärchen und Gesellschaftsspielen gestärkt.

Am Sonntag ging es dann zum Abschlusslauf hoch auf den Schwarzenberg und je nach Altersklasse auch wieder runter oder runter, hoch, runter, hoch und runter und das ohne Wege. Dennoch hat der Lauf viel Spaß gemacht und es war auch schön, nach vier Monaten wieder einen Lauf mit SI-Chip machen zu können und zum Glück waren alle heil bei der Abschlussbesprechung und einem letzten gemeinsamen Mittagessen zurück.

Insgesamt war es ein sehr schönes Wochenende mit guten Trainings, guten Theorieeinheiten, einer guten Gruppenharmonie, drei sehr guten Betreuern und sehr guter Organisation (danke an Anja, Moritz, Lucas, Ben und Anne) und sehr gutem Essen. Wir freuen uns schon sehr auf nächstes Jahr!

Fotos: Anne Kästner & Moritz Torgau

Autor: Ruben Sester
Eingestellt am: 30.03.2022