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Medaillenreiches Wochenende in Heideblick >
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Großer Andrang beim OL-Campen 2019

Das letzte sommerliche Wochenende vor dem DM-Herbst wurde im Saarland zum gemeinsamen OL-Training genutzt. Sowohl OL-Neulinge als auch erfahrene D-Kaderathleten und alle zugehörigen Eltern waren eingeladen, in Kirkel rund um die Hütte des Pfälzerwaldvereins ein tolles Wochenende zu verbringen.


Der Sarland-Nachwuchs 2019!

Letzte Ansprache vor dem Postensetzspiel

Mittagspausenprogramm 1: Kraftkreis

Mittagspausenprogramm 2: OL-Kuchen

Mittagspausenprogramm 3: Bogenschießen

Nachdem das hauptsächlich von Anja, Lucas und Philippe organisierte Wochenende schon 2018 auf viel Zuspruch gestoßen war, war die diesjährige Anmeldezahl noch höher: insgesamt 51 Neu- und Altorientierer wollten diesmal mit dabei sein!

Das Trainingswochenende startete freitags exklusiv für den D-Kader. Am wunderschönen „Hohen Kopf“ wurde ein intensiver Handicap-OL in Kleingruppen absolviert, bei dem nicht nur präzise Feinorientierung in den Felsen, sondern auch gute Routenwahlentscheidungen und Sprintstärke im direkten Duell gefragt waren. Etliche Höhenmeter sorgten für müde Beine, aber vor dem verdienten Abendessen mussten erst noch die Zelte aufgebaut werden. Bei manchen, deren Namen sicher nicht genannt werden sollen, dauerte dies etwas länger, doch mit vielen helfenden Händen hatte schließlich jeder ein Dach über dem Kopf. Nach dem Essen saßen wir noch gemütlich beisammen und genossen die spätsommerlichen Temperaturen.

Nach dem Frühstück auf der Zeltwiese füllte sich selbige nach und nach, denn für Samstag und Sonntag waren auch diejenigen, die noch nicht im D-Kader sind, eingeladen. Nicht nur junge Orientierer, auch ca. 10 Eltern waren gekommen, um ihr allererstes Training zu absolvieren und herauszufinden, was ihre Kinder da eigentlich machen, wenn sie beim OL-Training sind. Parallel dazu erreichten auch einige ungewöhnlich gekleidete Bogenschützen das Gelände der PWV-Hütte, um ein Turnier im Wald auszutragen. Pünktlich um 10 Uhr starteten wir zum „geführten OL“, bei dem jeweils ein erfahrener OLer seine Gruppe über eine OL-Bahn führt und dabei erklärt, warum er welche Route nimmt und woran er sich beim Laufen orientiert. Die Strecken waren zum Glück rechtzeitig umgeplant worden, sodass niemand den fliegenden Pfeilen zum Opfer fiel.

Mittags wurde das große Salatbuffet geplündert und auch der eine oder andere Kuchen wurde weniger. Nach der Hausaufgabenzeit durften alle Interessierten bei den Bogenschützen vorbeischauen und sich selbst daran versuchen, Wolf und Pinguin auf der „Warmschießanlage“ zu treffen. Bevor die nächste OL-Einheit anstand, stand dann noch Lisas Kraft-, Stabi- und Dehnkreis auf dem Plan. Das Nachmittags-OL-Training war ein Postensetzspiel, bei dem es galt, mit dem etwa gleichstarken Partner gegengleich eine kurze Runde zu absolvieren und sich dabei gegenseitig die Posten zu setzen bzw. einzusammeln. Trotz des langen Anmarsches und der vielen Brombeeren und Brennnesseln konnten immer wieder knappe Duelle beobachtet werden. Dank der vielen Schattenläufer kamen auch die Kleinsten gut durch den Wald und hatten danach mindestens drei Strecken stolz absolviert. Zur Belohnung gab es reichlich Eis und Wassermelone. Die abendliche Idylle beim Nudelessen wurde leider durch ein aufziehendes Gewitter gestört. Auch wenn es nicht viel regnete, waren die vielen Blitze den jüngsten Übernachtern doch etwas unheimlich. Für manche begann daher eine recht kurze Nacht…

Am nächsten Morgen waren zwar die Zelte nass, aber zum Frühstück erwartete uns wieder schönster Sonnenschein. Außer Reichweite der wieder aktiven Bogenschützen sollte ein Biathlon-OL, der nichts mit Schießen zu tun hatte, die letzte Einheit des anstrengenden Wochenendes werden: Nach je einer in Höchsttempo zu absolvierenden Crossrunde als Vorbelastung ging es auf kurze O-Bahnen, auf denen nochmal hohe Konzentration gefordert war. Manche konnten von den Crossrunden gar nicht genug kriegen und liefen freiwillig bis zu 10x häufiger, um immer wieder neue Bestzeiten aufzustellen. Tolle Leistung! Aber auch alle anderen waren motiviert dabei und waren sich nach dem Zeltabbau und Mittagessen einig, viel gelernt zu haben. Nach und nach leerte sich die Zeltwiese, aber sicher nicht für immer. Denn klar ist, dass „OL-Campen Kirkel“ jetzt endgültig zum festen Saarland-Jahresprogramm gehört!

(Bilder: Kästner & Döllgast)

Autor: Nina Döllgast
Eingestellt am: 02.09.2019