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Internationaler Saisonabschluss für die saarländische Delegation beim JEC

Vom 27. bis zum 29. September fand in der französischen Region Ardèche der Junioren-Europacup (JEC) für die Kategorien D/H 18 und 20 statt. Er stellt den Jahresabschluss für die europäischen Nationen dar, die sich bei diesem Event ein letztes Mal in der Saison messen. Von dem Trainerteam um Nina Döllgast wurden aus dem saarländischen Kader Lukas Becker sowie Lucas Imbsweiler (beide TV Oberbexbach) nominiert.


Blick ins typisch französische Sprintgelände

Das Team mit Lucas und Lukas mit tollem Ausblick im Gelände der Langdistanz

Lukas quält sich am Berg

Massenstart zur Staffelentscheidung bei hohen Temperaturen

Blick ins relativ offene Staffelgelände

Lucas nach ordentlichen Lauf auf Platz 17 im Ziel

Staffelbahnen M20

Die beiden Athleten konnten sehr gute Resultate bei den Qualifikationsläufen rund um das DM-Mittel-Wochenende - Doppelsieg bei der Deutschen Meisterschaft – vorweisen, sodass mit der Nominierung zu rechnen war.

Die Anreise erfolgte am Donnerstag, dem 26.09, einen Tag vor dem ersten Wettkampf.

Untergebracht war das Team nahe dem Ort Vogüé im Ardèchetal. Dort warteten auf einem Hotelgelände typisch französische Bungalows auf das 21-köpfige Team. Nach einem kurzen Nachtlauf, um die Beine zu lockern, bereitete man sich mit Hilfe von Google Maps und anderen hilfreichen Seiten auf die am nächsten Tag anstehende Sprintdistanz vor.

Doch bevor diese zu meistern war, absolvierten die Athleten noch ein Wald- und ein Sprintmodel in jeweils sehr relevanten Gebieten. Diese boten erste sehr wichtige Einblicke in die dortige Vegetation, die vollkommen anders ist als in Deutschland. Außerdem lernte man den Aufbau eines typisch südfranzösischen Örtchens mit verwinkeltem Ortskern sowie offenen Fläche drumherum kennen. Das Sprintgelände am Nachmittag stellte sich als sehr ähnlich heraus.

Mittags ging es dann schon in die Quarantänezone bei Ruoms. Mit Lukas als erstem Starter und Lucas nur 10 Minuten dahinter hatten die beiden Saarländer noch nicht ganz so stark mit der Hitze von über 30 Grad im Schatten zu kämpfen wie die deutlich später startenden Junioren. Lukas erwischte einen guten Start und verlor an den wichtigen Routenentscheidungen im ersten Teil kaum Zeit. Nach der Sichtstrecke, die gleichzeitig einen Kartenwechsel bedeutete, konnte er sein hohes Tempo nicht mehr ganz halten und verlor noch entscheidende Sekunden. Bei Lucas war es genau umgekehrt: Nach Problemen im Anfangsteil, der durch künstliche Zäune erschwert wurde, ließ er dann vor allem bei den Routenwahlen Zeit liegen, auf der zweiten Runde machte er aber Platzierungen gut, sodass im Ziel die Namensvettern auf die Sekunde gleich waren und sich somit den 26. Platz von 79 Teilnehmern teilten. Dies war das zweitbeste deutshce Ergebnis in dieser Kategorie an diesem Tag. Wieder am Hotel angekommen, hieß es im Pool entspannen sowie Vorbereitung auf die am nächsten Tag anstehende Langdistanz.

Das Wettkampfzentrum lag bei der eine Stunde entfernten Skistation La Croix de Bauzon auf 1350m nahe dem Pass Col de la Croix de Bauzon, über den auch die Tour de France im Jahr 2015 ging. Auf einer Warm-up-Karte konnte man einen ersten Eindruck des Geländes gewinnen, welches aus einem zentralen Berg mit Plateau besteht und zu allen Seiten steil abfällt. Zwar gab es ein ausgeprägtes Wegenetz, doch gerade die Belaufbarkeit im Hang wurde durch viele Dickichte erschwert. Die H18, in der die beiden Athleten antraten, hatte mit 455 Höhenmetern auf 8,1 Kilometer Luftlinie einiges an Auf und Ab zu bewältigen. Besonders für den im flachen Dänemark wohnenden Lukas wurde das zum Problem, sodass er vor allem an diesen Stellen Zeit verlor. Dementsprechend sprang für ihn keine zufriedenstellende Platzierung heraus. Bei Lucas lief es an sich sehr gut, doch dann verlor er an einem einfachen Posten viel Zeit, die ihm eine Platzierung in den Top 15 verwehrte. Stattdessen musste er sich mit Platz 32 zufriedengeben.

Am letzten Wettkampftag stand die Staffel auf dem Programm. Da das Modelevent am Nachbarhang war, konnte man das Gelände mit vielen offenen Flächen, gesäumt von stachligen Sträuchern, aber auch Wald, gut einschätzen. Beim JEC gibt es keine Unterteilung in 18 und 20 bei der Staffel, sodass alle Läufer die Juniorenkategorie laufen müssen. Lukas lief die dritte Staffel - zusammen mit Anselm Reichenbach und Martin Scheuermann - an und wechselte zwar auf Platz 33, doch das bedeutete weniger als 3 Minuten Rückstand auf die Besten der Junioren. Trotz seines guten Laufes haderte er ein wenig mit seinem Tempo, gleichzeitig hob er aber die Erfahrungen hervor, die er während des Laufes sammeln konnte. Seine Staffel beendete das Rennen mit dem 28. Platz. Lucas war zweiter Läufer der zweiten deutschen Staffel und wurde von Carlo Wengler mit nur 50 Sekunden Rückstand auf die Spitze auf Rang 19 auf die Strecke geschickt. Um weiter nach vorne zu laufen, fehlten auch ihm das nötige Tempo und die Sicherheit im Gelände. In der zweiten Hälfte des Rennens profitierte er stark von einem vor ihm laufenden Finnen. Insgesamt konnte er aber sein Team um zwei Platzierungen verbessern. Seine Staffel erreichte Platz 29.

Insgesamt konnten die beiden Saarländer zwar nicht optimale Läufe abliefern, aber die erreichten Ergebnisse sind eine gute Vorraussetzung für die kommenden Jahre. Gleichzeitig haben sie zahlreiche Erfahrungen sammeln können als auch gute Momente, an die man sich gerne erinnern wird.

Großer Dank gilt – wie immer – dem Trainerteam, das das Team wieder einmal sehr gut unterstützt hat!

Nach den sommerlich warmen, aber anstrengenden Wettkämpfen geht es für einen Großteil des Kaders ins Trainingslager nahe Chambéry, wo vor allem an der O-Technik gefeilt werden soll.

 

(Bilder: Photograftic, Nina Döllgast)

 

Links:

Berichte OL.de zu Nominierung, Sprint, Lang und Staffel

Homepage JEC 2019

WinSplits Sprint, Lang und Staffel

 

 

Autor: Lucas Imbsweiler
Eingestellt am: 15.10.2019